Hallo ihr Lieben,
noch eine Woche, dann wollen wir gen Süden aufbrechen. Unsere Italiener sind schon in den Süden gestartet und erwarten uns dort auf einer kleinen Insel für das Osterfest. Wir genießen noch die Tage hier in Martinique, denn je südlicher wir kommen, um so heißer wird es nun mal in der Karibik. Eigentlich graut es uns ja schon vor der Hitze dort als auch vor der Piraterie und allgemein der recht hohen Kriminalität. Der Hafenplatz in Puerto la Cruz ist schon vorreserviert, natürlich mal wieder organisiert durch unsere italienischen Freunde, die uns wiederum mit anderen italienischen Freunden bekannt gemacht haben, dessen guter Bekannter der Eigner des Hafens in Puerto la Cruz ist.
Unser Hundebaby wächst und gedeiht. Wir müssen mal dringend ein Maßband zur Hilfe nehmen, denn wir sind uns nicht so ganz im Klaren, ob der Schein trügt, aber irgendwie scheint er schon etwas gewachsen zu sein. Auf den Hinterfüßen stehend kann er jetzt immerhin schon in unsere recht hohe Vorkoje selbständig hineinschauen. Er benimmt sich aber nach wie vor wie ein Baby. Wenn irgendwo ein für ihn beängstigendes Geräusch aufkommt, ein Auto vorbei fährt oder Fremde entgegen kommen so heißt es gleich: „Mammmi, Pappppiiiiii helft mir!!!!!!!! Ist die Hilfe nicht innerhalb von Sekunden vorhanden ist jeder Busch, Baum oder Stein gut genug, um sich kopfüber dahinter zu werfen. Hin und wieder gelingt es ihm aber schon, all seinen Mut zusammen zu nehmen, sich einfach nur hinzusetzen und zu warten, bis diese gefährlichen Dinge vorbei sind. Ja, zitternd wagt er es sogar manchmal an Fremden vorbei zu laufen. Das Wasser ist ihm alles andere als geheuer, dennoch meint er immer, auf der Kannte des Kanus während der Fahrt balancieren zu müssen, um seine Füßchen auch ja nicht nass werden zu lassen. Da ist es nicht verwunderlich, dass er bei einer solchen Aktion schon zweimal über Bord gegangen ist. Das waren seine ersten Schwimmerlebnisse in seinem Leben, leider nicht gerade besonders vorteilhaft.
Wenn er sich sicher ist, dass niemand uns zuschaut, tobt er oft wild mit uns durch und über das Boot und seit gestern auch an dem Strand. Ja, auf einsamen Waldwegen hebt er sogar schon stolz den Schwanz in die Höhe. Kaum kommen wir in ein Dorf, will er getragen werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass uns schon so manche Jugendliche nachrufen haben, es sei zeit für uns, ein Kind zu haben. Es gefällt uns hier immer besser, wir kennen ja schon bald jeden Baum, jede Wurzel und jeden Stein am Rande des Weges. Wir sind eisern dabei hier den Leguanen aufzulauern, die es hier an einer bestimmten Stelle bei den Mangroven als beträchtliche Exemplare geben soll.
Ihr seht schon, unsere Tage sind wirklich mehr als ausgefüllt. Morgens zwischen 6 und 7 Uhr stehe ich auf, bringe das Tier an Deck. Gleich nach dem Frühstück geht es an Land. Meistens sind wir dann erst einmal durch die Hitze so erschlagen, dass ein Schläfchen darauf folgt. Um etwas Richtiges essen zu können, ist es uns einfach zu heiß. Daraufhin werden einige Schreibstunden eingelegt, da Markus an der Webseite für Interyachtcharter übersetzt und ich ihm dabei helfe. Schwups, und schon sind die Stunden verflogen, also Zeit um wieder Gassi zu gehen. Danach dann essen, ein paar Stündchen schreiben und dann ab in die Falle. Zwischendrin gibt es natürlich ein paar Abkühlrunden in dem uns umgebenden 27° warmem Wasser. Eigentlich sollte das Wasser um diese Jahreszeit wohl hier einiges kühler sein, mal sehen was für Folgen das für das kommende Jahr haben wird.
Seid alle ganz lieb gegrüßt, Eure M&M&F